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»Jede Fortbildung öffnet den Blick für Neues, was enorm wichtig ist für die langfristige Reha.«
Fortbildung

Fort- und Weiterbildung

INTEGRA macht sich für die fachliche Qualifikation von Personen stark, die Menschen mit erworbener Hirnschädigung beruflich oder als Angehörige betreuen. Zu den Referenten der Grund- und Aufbaukurse zählen namhafte Experten, darunter Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, aber auch Neuropsychologen und Logopäden sowie Ergo-, Physio- und Bobath-Therapeuten.

Grundkurse vermitteln Ihnen grundlegende Informationen über den Aufbau und die Funktionsweise des Gehirns und stellen unter anderem die häufigsten neurologischen Erkrankungsformen vor. Aufbaukurse widmen sich dagegen in erster Linie der vertieften Erarbeitung praxisnaher und fallbezogener Handlungsansätze im Umgang mit Menschen mit erworbener Hirnschädigung.

Weitere Fortbildungen, zum Beispiel für pflegende Angehörige von Menschen mit erworbener Hirnschädigung, runden das Portfolio ab.

 

Film klärt über Aphasie auf: Moderierte Vorführung am 27. Mai in Nassau

Die Stiftung Scheuern lädt ein zur Vorführung des Films „Die verlorene Sprache“. Es geht darin um Aphasie, den Verlust von Sprache, Lesen und Schreiben nach einem neurologischen Ereignis, meist einem Schlaganfall.

Gedreht hat ihn Samira Klaho, die selbst von Aphasie betroffen ist. Die Künstlerin und Sozialpädagogin moderiert den Filmnachmittag am Mittwoch, 27. Mai, und den anschließenden Austausch zum Thema. Beginn ist um 13 Uhr im Museumssaal des Günter-Leifheit-Kulturhauses in Nassau.

Mit Mitte 20 wurde Samira Klaho selbst schlagartig aus ihrem gewohnten Leben gerissen. Am Telefon bricht sie zusammen und liegt anschließend wochenlang im Koma. Ihre Hirnschädigung hat Aphasie, also den Verlust der Sprache, zur Folge. Ein Schicksal, das in Deutschland rund 275 000 Menschen pro Jahr ereilt. 20 Jahre nach dem Ereignis widmet die Künstlerin und Sozialpädagogin Menschen mit Aphasie einen Film.

Der Dokumentarfilm „Die verlorene Sprache“ begleitet vier Menschen mit Aphasie. Er erzählt nicht nur vom Verstummen an der Oberfläche, sondern von einer tiefgreifenden Form der Entschleunigung: Kommunikation wird auf null zurückgesetzt. Was bleibt, ist das Ringen um Verbindung, um Würde, um Identität. Er zeigt das Innenleben der Betroffenen und richtet den Blick zugleich auf die Reaktionen der Gesellschaft: Unsicherheit, Überforderung, Abwehr – aber auch Nähe, wenn sie gelingt. Die Protagonist:innen begegnen einer Welt, die stark auf Sprache basiert, während sie selbst plötzlich sprachlich „unsichtbar“ werden. Diese Unsichtbarkeit zeigt sich in Blicken, Reaktionen und Strukturen, in der Bürokratie, in der Medizin, in der Öffentlichkeit.

Der Film richtet sich nicht nur an Fachpublikum aus inklusiven, medizinischen oder therapeutischen Einrichtungen, sondern ausdrücklich auch an Familien und Bezugspersonen, als präventiver, aufklärender Beitrag. Denn meist wissen Angehörige erst im Akutfall, was Aphasie bedeutet. Der Film sensibilisiert frühzeitig: für den Umgang, für emotionale Prozesse, für Haltungen, die tragen können. Auch Kinder und Jugendliche finden über Bildsprache und Erzählweise einen Zugang.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung bitte bis zum 30.04.2026 per E-Mail an personalentwicklung(at)stiftung-scheuern.de

Mitarbeitende der Stiftung Scheuern können die Veranstaltung als Fortbildung während der Arbeitszeit besuchen (nach Anmeldung über die Führungskraft).

Mehr über Samira Klaho und ihren Dokumentarfilm „Die verlorene Sprache“ gibt es unter https://youtu.be/ylDCaI1lrko